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Unser Vereinsheim „Haus Don Bosco“ in Au im Bregenzerwald

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen unser Vereinsheim vorstellen und kurz auf seine Geschichte eingehen.

Das Haus „Don Bosco“ wurde im Jahre 1953 vom Kinderdorf Vorarlberg gebaut und diente bis zum Verkauf als Wohnheim für Waisenkinder. Bereits 1990 suchte unsere junge DAV-Sektion nach der Trennung von der Sektion Überlingen nach einer neuen Bleibe im Bregenzerwald. Schnell wurde man fündig, denn das Kinderdorf verkaufte ihr Hauptgebäude. Nach einer Besichtigung machte man sich Gedanken über Nutzung und Finanzierung. In vielen Sitzungen und einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurden die Weichen zum Kauf gestellt. Der Senat des Landes Vorarlberg stimmte dann in zweiter Instanz endgültig dem Erwerb zu.

HausDonBoscoHausDonBosco RueckseiteHausDonBosco innen

Ab Juni 1990 wurde dann Woche für Woche das Haus in Eigenleistung umgebaut, renoviert und erweitert. Am 23.08.1992 wurde unser Sektionsheim bei einem „Tag der offenen Tür“ feierlich eingeweiht. Auch in den Folgejahren bis heute wurde immer wieder tatkräftig Hand angelegt um das Haus zu optimieren. Derzeit bietet das Haus für 48 Personen Schlafmöglichkeiten in verschieden großen Räumen (3, 4 u. 6 Betten) und zwei Lagern (je 7 Plätze). Das Haus ist für Selbstversorger eingerichtet. Eine große, sowie eine kleine Küche können genutzt werden. Zwei Aufenthaltsräume, ein Tischtennisraum, Skiraum, Trockenraum sind ebenfalls vorhanden und ermöglichen einen angenehmen Aufenthalt im Sommer und Winter. Seit dem Erwerb wurde das Haus mit Unterstützung vieler freiwilliger Helfer in mehreren Bauabschnitten immer wieder renoviert und erweitert.

Au und seine Umgebung bietet allen Besuchern unseres Hauses viele Freizeitaktivitäten. Wanderungen im Tal sind genauso möglich, wie hochalpine Touren. Radwege und Mountainbike-Trails sind ebenfalls vorhanden. Skilangläufer finden bei der dortigen Schneesicherheit ein ideales Revier vor. Die alpinen Skiläufer können aus verschiedenen Zielen in nächster Nähe auswählen und auch die Tourenläufer finden hervorragende Ziele in der direkten Umgebung.

HausDonBosco UmgebungAuch 2013 wurde unser Haus wieder gerne und oft von Mitgliedern sowie von Nichtmitgliedern angenommen, dies zeigt sich wieder einmal daran, dass die Übernachtungszahlen immer noch auf hohen Niveau lagen. Dabei liegt wie gewohnt die Hauptbelegungszeit im Winter. Dennoch war unser Haus über das Jahr hinweg, bis auf wenige Termine, an den Wochenenden immer belegt.

Die Familien-Freizeiten in den Weihnachts-, Fasnachts-, und Osterferien sind weiterhin den Mitgliedern vorbehalten. Reservierungswünsche von Nichtmitgliedern können während dieser Termine nicht mehr angenommen werden. Dies trifft auch für Nichtmitglieder zu, die in Begleitung von Mitgliedern sind.

Nachdem in 2006 die Renovierungsarbeiten mit dem 1. Bauabschnitt im Obergeschoss gestartet wurden, wurden diese im 4. Quartal 2007 mit dem 2. Bauabschnitt abgeschlossen. Die Decke im OG erhielt eine zusätzliche Isolierung und das Treppenhaus wurde frisch gestrichen. Treppe und Vorraum bekamen einen neuen Fußbodenbelag. An der Treppenhauswand ins OG wurde ein neuer Wandbelag angebracht. 2010/2011 wurde um den unteren Eingangsbereich sowie das Treppenhaus gefliest und die Wände neu gestaltet. Die Aufenthaltsräume erhielten neue Heizkörper.

Das Jahr 2012 war sehr ereignisreich für unser Haus und warf seine Schatten voraus. Lange bevor die Skier eingemottet wurden und der letzte Schnee dem Frühling zum Opfer fiel, wurde geplant und organisiert. Die Planung der Dachsanierung sowie die Neuausrichtung der Heizanlage erstreckten sich über ein Jahr.

In enger Zusammenarbeit mit unserem Vereinsarchitekten Ottokar Greiner, Handwerkern und freiwilligen Helfern organisierte und koordinierte unser Bau-Genie Paul Müller in unzähligen Stunden die Baumaßnahmen. Gemeinsam ist es nicht nur gelungen, das Dach nach neuesten Wärmeverordnungen und Brandschutzvorschriften zu sanieren, sondern auch gleichzeitig die Schlaflager im Dachgeschoss ansprechend und zu einem durchdachten Schmuckstück umzugestalten. Um den Fluchtweg im Brandfall zu erleichtern, wurde eine neue Dachgaube auf der Südseite errichtet und die Ausstiegssituation der Gaube auf der Nordseite nach Vorgaben der Brandschutzbehörden verbessert. Auch wurden im Dachgeschoss neue Fenster eingebaut.

Parallel zu diesem Projekt, kam der Anschluss unserer Heizanlage an die externe Hackschnitzelanlage von unserem Nachbarn Landwirt Geiger. Diese Maßnahme hatte zur Folge, dass der Heizraum und der Trockenraum komplett umgestaltet werden mussten. Dies bedeutete Wände versetzten, Boden neu fliesen, Versorgungsrohre neu verlegen, verputzen, malen, etc. Zusätzlich zum vorhandenen Boiler wurden neue Warmwasserboiler installiert, die Außenanlagen im Bereich des Süd- und Nordeingangs neu gestaltet.

In 2013 standen Veränderungen zur Verbesserung der Hygiene, der neuen Schließanlage sowie den Notschlüsseln vor Ort an.

Allen Helfern ein herzliches Dankeschön!  

Wir hoffen auch in Zukunft auf Ihr Verständnis sowie auf ihre tatkräftige Mithilfe, sei es im Baubereich, in der Küche oder beim Hüttenputz. Egal wo, überall werden Helfer benötigt.

Gleichzeitig  lade ich alle, die sich durch diesen Bericht oder das greifbare Ergebnis angesprochen oder inspiriert fühlen, zu einem der kommenden Hüttenputz-Wochenenden ein.    

Mit dem guten Gefühl für die Zukunft,  sollten sie unser Haus „Don Bosco“  wieder mal besuchen und sich dort wohlfühlen.

Ihre Hüttenwartin

Petra Boos

Haus Don Bosco“ – warum trägt es diesen Namen?

Besucher des Hauses Don Bosco fragen immer wieder nach, warum ein Heim für Berg- und Wintersportler den Namen eines Heiligen trage:

Als wir 1989 das ehemalige „Ganztagesheim Don Bosco“ des Kinderdorfs Vorarlberg als unsere „eigene Hütte“ erworben hatten (siehe Vereinsgeschichte), entschloss sich die damalige Vorstandschaft, den Namen „Don Bosco“ beizubehalten, weil das Leitbild des Kinderdorfes auch zu unserem Leitbild des Alpenvereins passt.

Giovanni Melchiorre Bosco wurde am 16. August 1815 in Becchi/Castelnuovo in Italien geboren. Seine Eltern waren Bauern und als er zwei Jahre alt war, starb sein Vater. Mit 12 Jahren ging er bei einem Schneider in die Lehre und arbeitete als Stall-bursche, um den Unterricht finanzieren zu können. Nur wenige der armen Leute konnten sich Unterricht für zumindest eines ihrer Kinder leisten. 1841 wurde Giovanni Bosco zum Priester geweiht und nach Brauch der römisch-katholischen Kirche als „Don Bosco“ bezeichnet. Er ging nach Turin und kümmerte sich dort um arme benachteiligte Kinder und Jugendliche und unterrichtete sie schulmäßig, wobei er immer wieder auf Prinzipien des hilfsbereiten und friedvollen Umgangs Wert legte. Die Erziehungsinstanzen Familie und Schule versäumten in der veränderten Berufs- und Lebens-Situation der allmählich sich entwickelnden Industriegesellschaft, den Jugendlichen Normen und Werte zu vermitteln. Don Bosco wurde nicht müde, sich für diese Ziele einzusetzen. Die Jugendlichen sollten einander Vorbild werden, sich nicht ärgern, andere wegen geistiger oder körperlicher Mängel nicht verspotten, geduldig und nicht hochmütig sein. Solidarität, Toleranz und Kooperation – alle diese Wertvorstellungen sind auch gute Voraussetzungen für unser gemeinsames Vereinsleben. Dies erklärt, warum wir für unser Haus den Namen „Don Bosco“ weiterführen.

1859 gründete er eine religiöse Vereinigung, bekannt als „Salesianer Don Boscos“. Am 31. Januar 1888 starb er in Turin. Er wurde 1929 selig- und dann 1934 heilig-gesprochen.