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DAV Pfullendorf wanderte durch die Chiemgauer Alpen. 

In der Zeit zwischen dem 15. Und 17. Juni wanderten acht Sektionsmitglieder des DAV der Sektion Pfullendorf in den Chiemgauer Alpen. Übernachtet wurde in Inzell. 

Die erste Tour, noch am Freitag, war eine leichte Seewanderung um den Falkenstein und durch den Gletschergarten südlich von Inzell. 

Samstags ging es beizeiten los zu einer langen Tour, teils über anspruchsvolle Pfade, wo Kondition und Trittsicherheit gefragt war. Der Weg führte zunächst durch den Wald und ein altes Bachbett, vorbei an der Fahrriesbodenkapelle, über den Knappensteig auf den Gipfel des Streichers (1594). Hier hatte man einen herrlichen Blick hinunter auf Chiemsee, hinüber zur Sonntagshorn auf die Reiter Alpe und zum Lattengebirge. Weiter ging es nach einer Vesperpause über Almwiesen und Forstwege hinunter zur Kienbergalm. Der Abstieg führte auf schmalem teilweise ausgesetztem Pfad und über Schotterfelder rund um den Rauschberg. Die letzte geplante Etappe war wegen Baumfällarbeiten gesperrt, so dass ein Umweg von mehreren Kilometern durch das Labener Etz in Kauf genommen werden musste. Erschöpft aber gut gelaunt kam man zurück nach Inzell. 

Am Sonntag fuhr man zunächst über die Autobahn ein Stück heimwärts, um in Hohenaschau mit der Kampenwandbahn zur Bergstation hinauf zu fahren. Von dort aus ging es über den gut ausgebauten Panoramaweg hinüber zur Steinlingsalm zu einem der beliebtesten alpinen Ausflugsziele, dem Ostgipfels der Kampenwand (1669). Die Besteigung des Gipfels über einen steilen und felsigen, teilweise drahtseilversicherten Steig war nicht zu unterschätzen und verlangte Bergerfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. An dem riesenhaften Kreuz des Ostgipfels angekommen ließ eine fantastische Fernsicht die Mühen vergessen. Auch der Abstieg bis zur Steinlingsalm erforderte nochmals höchste Konzentration und Anspannung, die dann erst bei einer Rast auf der Alm langsam nachließ. Beim Abstieg zur Talstation über Wald und Wiesen wurden auch Abkürzungsmöglichkeiten über steile Skipisten gegangen, so dass man pünktlich vor dem Regen unten ankam. 

Alles in allem waren die drei Tage recht anstrengend, hinterließen bei der einen oder dem anderen schmerzende Muskeln aber für die wunderbaren Erlebnisse in der Bergwelt nimmt man solche Schmerzen gerne in Kauf. 

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