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Fünftägige Busreise der DAV-Senioren

In diesem Jahr wurde zum zweiten Mal eine fünftägige Busreise für die Senioren der DAV-Sektion Pfullendorf im Jahresprogramm aufgenommen, nachdem die Reise zum Dachstein 2016 so großen Anklang gefunden hatte. Charlotte Zoller, selbst DAV-Seniorin und Mitglied im Verein seit der ersten Stunde, hatte diese Ideen und setzte sie auch gleich in die Tat um.

Ein vollbesetzter Reisebus fuhr am Sonntag, 18. Juni in der Frühe in Pfullendorf los und kam nach einigen vorgeschriebenen Stopps und einer Mittagspause in Nauders gegen Abend in Meransen an, einem Bergdorf auf ca. 1400 m Höhe über dem Pustertal gelegen. Vom Hotel aus konnte man ein Rundumpanorama vom Gitschberg über das Pustertal bis zu den Gipfeln der Sextner Dolomiten genießen.

Strahlende Gesichter begrüßten den zweiten klaren Tag, denn es war eine Dolomiten-Rundfahrt geplant. Erstes Ziel war der Pragser Wildsee auf 1495 m Höhe.. Dieser See wird östlich begrenzt durch die Cadini-Gruppe und westlich durch das Cristallo-Massiv. Er wird als die Perle der Dolomiten bezeichnet. Der idyllische Bergsee konnte in etwa einer Stunde umwandert werden. Das Hotel am Seeufer spielte im zweiten Weltkrieg eine tragische Rolle. Es enthält ein zeitgeschichtliches Archiv. Weiter ging es über Toblach und durch das Höllensteintal hoch zum Misurinasee mit Blick auf die Rückseite der Drei Zinnen. Auf der Fahrt weiter zum Falzaregopass hatte man die Zweitausendergrenze überschritten. Die Passhöhe liegt auf 2105 m. In die Schlagzeilen der Geschichte geriet der Passo Falzarego im ersten Weltkrieg. Im Gebirgskrieg von 1915 – 1918 verlief die Front auch über diesen Pass. Zeugnisse aus jener Zeit konnte man noch überall sehen. Durch das Gadertal, in dem der älteste rätoromanische Volksstamm der Ladiner zu Hause ist, führte der Rückweg wieder zum Hotel.

Am dritten Tag war eine Stadtführung durch die Altstadt von Brixen mit dem gleichen Reiseführer gebucht. Danach brachte dieser die wanderlustigen Senioren zur Kabinenbahn, die auf den Brixener Hausberg, die „Plose“ führt. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Auf dem ca. einstündigen Aufstieg über den sog. „Woody Walk“ zur Rossalm, die auf 2200 m Höhe liegt, verlief der Weg teils auf einer Piste und teils auf einem alpinen Steig durch ein Meer von Alpenrosen. Es ist dies der erste Teil des „Dolomiten-Panoramaweges“ mit einer atemberaubenden Aussicht. Entlang des Weges befanden sich zahlreiche Attraktionen aus Holz und Spielstationen für Kinder. Einige der Bergler wurden vom Gipfel der Plose angelockt mit Verweil auf der Plosehütte.

Am nächsten Tag fuhren alle mit der Kabinenbahn von Meransen aus auf den Gitschberg. Besonders im Winter ist das Skigebiet Gitschberg-Jochtal ein beliebtes Ziel. Auch von hier aus boten sich eine Reihe Wandermöglichkeiten an. Nicht-wanderer konnten von der Nesselhütte aus, nahe der Bergstation gelegen, kleinere Spaziergänge unternehmen und danach zur Mittelstation oder hinab ins Tal fahren. Auf den Gipfel des Gitsch mit 2510 m Höhe und auf verschiedene Wanderwege zu den verstreut gelegenen Hütten konnte je nach Lust und Laune gewandert werden. Am Abend trafen alle im Hotel wieder zusammen zum Abschiedsabend mit einem großzügigen „Gala-Dinner“. Die Abende verliefen auf der Panoramaterrasse in gemütlicher Runde. Am fünften Tag machte man sich auf die Heimfahrt über den Brennerpass mit einer Mittagspause am Hopfensee.