Banner Sommer

In der letzten Wochen haben sechs Mitglieder der Sektion Pfullendorf unter Leitung von Fachübungsleiter Oliver Schraut eine Umrundung des Großen Walsertals auf Höhenwegen durchgeführt.

Start der viertägigen Tour war das Faschinajoch. Auf Grund der Ankündigung einer Kaltfront am Nachmittag startete die Gruppe bereits früh um 7:45 Uhr auf die erste Etappe, da hierbei ein hochalpiner Übergang, die Hochschere, zu überwinden war. Da dieser Weg recht wenig begangen ist, begegnete der Gruppe auf dieser herrlichen Etappe nur ein anderer Wanderer. Kurz vor der Biberacher Hütte wurde die Gruppe von den Wolken eingeholt und die letzte halbe Stunde mußte noch bei Regen überwunden werden. Die erste Übernachtung erfolgte auf der gemütlichen Biberacher Hütte.

Am nächsten Morgen ging es nach reichhaltigem Frühstück auf die zweite Etappe, welche über den Gipfel der Braunarlspitze führte. Hierbei wurde der Gipfel über den Weimarer Steig mit einigen Versicherungen problemlos erreicht. Leider zeigte sich der Gipfel von Wolken verhüllt, so dass am höchsten Punkt der Tour mit 2.649 Meter leider keine Aussicht zu verzeichnen war. Nach dem Abstieg mit ein paar kleineren Kletterstellen wurde dann über den Theodor-Praßler-Weg die schön gelegene Göppinger Hütte erreicht. Da sich hier das Wetter wieder deutlich besser zeigte, wurde nach einer kleinen Pause als Zugage noch die Hochlichtspitze (2.600 Meter) in Angriff genommen. Nach etwas Kraxelei konnte der Gipfel in ca. 45 Minuten erreicht werden. Leider zeigte sich auch hier der Wettergott ungnädig, da just am Gipfel wieder Wolken aufzogen und zu einem eiligen Rückmarsch bewegten, und kurz nach Erreichen der Hütte regnete es auch schon.

Nach einem gemütlichen Abend und einer erholsamen Nacht ging es am dritten Tag bei deutlich besserem Bergwetter weiter. Auf dem Steinmayer-Weg, einem anspruchsvollen Höhenweg zur Freiburger Hütte mit teils brüchigen Fels und der Querung mehrerer steiler Rinnen war absolute Trittsicherheit gefragt, auch wenn mehrere Passagen mit Drahtseilen versichert sind. Dieser wartet jedoch mit einem beeindruckenden Panorama und war bei den aktuellen Bedingungen gut zu begehen. Deshalb wurde nach Erreichen des Tales entschieden als Verlängerung der Tagesetappe den Aufstieg zum Steinernen Meer und dann von dort weglos auf den Formaletsch anzufügen. Auf dem Gipfel konnte dann ein herrlicher Rundblick genossen werden, bevor es dann zur nicht mehr sehr weit entfernt gelegenen Freiburger Hütte ging. Dort angekommen konnte sich die Gruppe dann von den Vorzügen der komfortablen Hütte überzeugen und diese wurden auch gerne in Anspruch genommen.

Am letzten Tag wartete die längste Etappe auf die Gruppe. Nach einem vorzüglichen und reichhaltigem Frühstück konnte diese in Angriff genommen werden. Zuerst führte der Weg über die Schwarze Furke zur Flaudrigaalpe durch das wunderschöne Flaudrigatal. Von dort ging es dann wieder Aufwärts zur Gamsfreiheit, welche früher als geplant bereits um kurz vor halb zwölf Uhr erreicht wurde. Nach einem Abstieg zur Elsalpe freuten sich alle auf eine Erfrischung bei dieser. Leider wurde daraus nichts, da an diesem Tag wegen Viehtrieb die Alpe nicht bewirtschaftet war. Deshalb ging es gleich weiter auf den schweißtreibenden Weg zum Frassenhaus. Dort konnte die Gruppe endlich eine wohlverdiente Erfrischung zu sich nehmen. Nach dieser wartete dann nochmals ein Aufstieg zum Hohen Frassen bevor es dann unmarkiert zum Nitzkopf und dann über einen Wanderweg hinunter nach Raggal ging. Dort angekommen waren alles froh die fordernde Etappe mit 1400 Höhenmeter Anstieg, knapp 2300 Höhenmeter Abstieg und ca. 23 km Wegstrecke bewältigt zu haben. Insgesamt wurden an den vier Tage ca. 5040 Höhenmeter im Anstieg, 5480 Höhenmeter im Abstieg und knapp 70 km in 23:25 Stunden Gehzeit (ohne Pausen) überwunden. So hatten sich alle einen zünftigen Abschluss in Raggal mit Kässpätzle und reichlich erfrischenden Getränken redlich verdient. Alle waren sich einig, dass diese tolle Tour im nächsten Jahr eine würdige Fortsetzung erfahren soll und traten etwas müde, aber zufrieden die Heimreise an.

201608Hochschereweg01

An der Zafernalpe

201608Hochschereweg02

Auf dem Hochschereweg

201608Hochschereweg03

An der Hochschere

201608Hochschereweg04

Herrlicher Blick von der Hochschere mit dem Kreuz auf dieser.

201608Hochschereweg05

Weiter auf dem Hochschereweg

201608Hochschereweg06

Aufstieg zur Braunarlspitze

201608Hochschereweg07

Abstieg von der Braunarlspitze

201608Hochschereweg08

Auf der Hochlichtspitze

201608Hochschereweg09

Abstieg von der Hochlichtspitze

201608Hochschereweg10

Beim Start zur dritten Etappe vor der Göppinger Hütte

201608Hochschereweg11

Im Steinernen Meer mit Blick auf den Formaletsch

201608Hochschereweg12

Auf dem Gipfel des Formaletsch, im Hintergrund die Rote Wand

201608Hochschereweg13

Auf der Gamsfreiheit mit herrlichem Ausblick

201608Hochschereweg14

Auf dem letzten Gipfel der Tour, dem Hohen Frassen.