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DAV-Hüttentour in den Lechtaler Alpen

Eine hochalpine und anstrengende Bergtour durch die Lechtaler Alpen führte die DAV–Sektion Pfullendorf in der vergangenen Woche durch. Dieses 4-tägige Trekking mit 11 Teilnehmern knüpfte an die Vorjahrestouren durchs Lechquellengebiet (2013) und den 1. Teil der Lechtaler Alpen (2014) an und wurde von Jürgen Heim organisiert und geführt. Nachdem zum Tourenstart die Wetterbedingungen äußerst schlecht waren, entschloss man sich zur Verschiebung und Reduzierung der Etappen. Das folgende ideale Bergwetter waren dann ein Garant für die erfolgreiche Durchführung.    

Ausgangspunkt war Zams bei Landeck im Inntal, von wo aus man durch das Zammerloch den langen und teilweise recht steilen Anstieg auf das 2.200 m hoch gelegene Württemberger Haus anging. Über 5 Stunden Gehzeit mit schwerem Gepäck waren erforderlich, um die 1.500 Höhen-meter durch eindrucksvolles Gelände bis zum Tagesziel zu bewältigen.

Das nächste Etappenziel war dann die Hanauer Hütte auf 1.922 m Höhe.

Schmale Bergwege führten auf die Bitterscharte (2.535 m) mit einer dann im Abstieg zu bewältigenden Schroffen-Stufe. Mehrere malerische Bergseen säumten dann den weiteren Weg auf das Gufelseejoch, von wo aus noch die 2.647 m hohe Kogelseespitze bestiegen wurde. Ein langer Abstieg führte dann zur Hanauer Hütte hinunter.

Höhepunkt und gleichzeitig das anspruchsvollste Teilstück dieser Durchquerung war dann die 3. Etappe zur Muttekopf-Hütte. Die Route führte durch teils sehr ausgesetztes Gelände mit Drahtseil gesicherten Passagen über mehrere Joche und die Kübelwände zur 2.630 m hoch gelegenen Muttekopfscharte. Als Krönung wurde von hier aus in kurzer Zeit der Muttekopf (2.774 m) bestiegen. Ein herrlicher Ausblick in die benachbarte Bergwelt (Allgäu, Pitz- u. Ötztaler Alpen) und das tief gelegene Inntal belohnten die Bergsteiger für ihre Mühen. Nach 2.200 m Aufstieg und 2.400 m im Abstieg erreichte man nach über 9 Stunden Gehzeit müde und froh die gastliche Muttekopfhütte auf 1.934 m.

Der Folgetag war dann ein Spaziergang, denn die Querung einer Felsflanke auf dem „Drischlsteig“ führte dann zur Seilbahn, die den bequemen Abstieg ins Tal nach Imst ermöglichte. Bereits jetzt werden Pläne geschmiedet, die weitere Durchquerung der Lechtaler Alpen bis zur Zugspitze im kommenden Jahr fortzusetzen.

LechtalerAlpen201407

Bild: Gruppenfoto vor dem Württemberger Haus (DAV)