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Italiens Vulkane, ein Spiel mit dem Feuer

Die Mitglieder der DAV-Sektion Pfullendorf und eine große Zahl von Besuchern aus dem Umland wurden am vergangenen Montag Abend im GEBERIT-Informationszentrum vom ersten Vorsitzenden Jürgen Heim begrüßt und auf eine ungewöhnliche Reise zu den Vulkanen in Mittelmeer mitgenommen.

Rollo Steffens, in früheren Jahren bekannt als Extrembergsteiger zu den höchsten Zielen weltweit, hat sein Herz verloren an die feuerspuckenden Berge und begleitet als Reise- und Wanderleiter der Münchner Hauser-Reisen mehrmals jährlich Gäste zu den Vulkanen im Mittelmeer.

Der sympatische Redner hatte schon bei seinen einführenden Worten aufhorchen lassen, denn in wenigen Worten und mit schematischen Darstellungen wurde die Entstehung des Vulkanismus im Mittelmeer erläutert. Begleitet von sanfter Musik begann das Abenteuer mit Bildern der Millionenstadt Neapel, die nach einem Zitat des Italienreisenden Goethe als „stetig eingeklemmt zwischen Gott und dem Teufel“ bezeichnet worden sei. Was der Vesuv, dieser heute noch gefährlichste Vulkan Europas anrichten konnte, zeigten Bilder von ausgegrabenen, noch wunderbar erhaltenen Kunstwerken der Tempel, Theater, Paläste und auch Lusthäusern von Pompeji und Herculaneum, im Jahre 79 n.Chr. von der Asche und von Schlamm völlig verschüttet. In buntem Wechsel zogen faszinierende Bergbilder, Großauf-nahmen von Pflanzen der herrlichen Mittelmeerflora, aber auch von appetitanregend dekorierten Tellern oder gefüllten Gläsern am Auge des Betrachters vorbei. Das italienische Flair war überall zu spüren. Man fühlte sich selbst an Bord der Fähren oder im Schnellboot von einer Insel zur anderen, sei es Capri, Ischia, zum Vulkan Stromboli, oder Vulcano auf den Liparischen Inseln. Wanderer mit Rucksack und Foto streiften durch dschungelartige Pfade, über schwefelhaltige Felsen empor zu den dampfenden Kratern, verweilten auf schwarzen Aschebänken, staunten an den Kraterrändern und erlebten so hautnah die teils weit über hundert Meter hohen rot-orange-gelb glühenden Feuerwerke, Farbenspiele sondersgleichen.

Die Zuschauer genossen die Ausführungen von Rollo Steffens, begleitet mit Gefühl und Humor, mit Einblicken in Kunst und Kultur der Region und von stimmungsvoller Musik.