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„Virus Corsicana, unheilbar und ungefährlich“

Befallen von diesem sog. Korsikavirus sind Stammgäste, die seit Jahren ihren Urlaub auf der Insel verbringen genau so wie neue Gäste, die sich schon bei ihrem ersten Inselbesuch anstecken lassen von der Begeisterung über die Vielfalt und die Schönheit der Natur dieser noch unverdorbenen Mittelmeerinsel.

Zum zehnten Mal in Folge machten sich 54 Wanderfreunde voller Spannung und Erwartungen auf den Weg, um mit Charlotte Zoller im „Feriendorf zum Störrischen Esel“, das eigentlich „Club Alpin Autrichien“ heißt, eine Woche Urlaub zu verbringen. Die Vorstellungen und Wünsche waren wie immer sehr differenziert, trotzdem fand jeder sein auf ihn passend zugeschnittenes Aktivprogramm, das bei herrlichem Frühlingswetter für erlebnisreiche Tage sorgte. Die Insel war übersät von einem Blütenmeer in der duftenden und farbenfrohen Macchia.

Mit einem vollbesetzten Reisebus mit Kofferanhänger ging es zum Flughafen nach Memmingen, um dort den Airbus von „Fly Niki“ zu besteigen, der nach einer Flugzeit von 58 Minuten bei strömendem Regen in Calvi landete. Die Gästereferenten des Feriendorfs begrüßten die Pfullendorfer in bekannter Herzlichkeit und geleiteten sie zu ihrem Domizil, wo ein korsischer Begrüßungstrunk auf sie wartete.

Die große Überraschung am anderen Morgen war tiefblauer, wolkenloser Himmel und strahlender Sonnenschein. Gleich nach dem Frühstücksbuffet konnte es los gehen mit dem Aufstieg zur „Madonna de la Serra“ und hinab in das Städtchen Calvi.

Wem der Aufstieg zu steil war, konnte auf halber Höhe einen Panoramaweg durch Blüten und Weinberg genießen oder sich der historischen Stadtführung anschließen.

Anderntags lernte man bei einem Busausflug die schmucken Bergdörfer der Balagne im Hinterland kennen. Nachmittags war relaxen am Pool oder schon ein Sprung ins kühle Meer angesagt.

Eine zweitägige Bustour hatte Charlotte Zoller bestellt, als Highlight für „zehn Jahre Korsikareise mit Lottchen“. Sie führte über die ganze Insel von Calvi nach Corte,

Ajaccio, Filitosa, Sartène bis zur Südspitze von Bonifacio. Eine Bootsfahrt in die weiße Grotte, der Aufstieg auf die Zitadelle und ein Bummel entlang der Promenade boten ungewöhnliche Eindrücke. Die steile Treppe des Aragon war für Schwindelfreie eine Herausforderung.

Die Zurückgebliebenen hatten keine Langeweile. Wanderungen, Radtouren, Bootsfahrt, eine Flusswanderung  oder die Besteigung des Hausbergs standen auf dem Programm.

Am Freitag waren alle wieder beisammen und so ging es zur schon traditionellen „Klippenwanderung“. Das Meer war nicht allzu bewegt, so war das Klippenhüpfen ein wahrer Genuss.  Kurt Müller, der Direktor des Feriendorfs, überraschte die Wanderer am Genuesenturm zur Mittagszeit mit einem Kofferraum voller korsichem Wein und Gebäck. Für den Rückweg stand ein Bus bereit, aber einige der Wanderer zogen es vor, zu Fuß bis ins Feriendorf zu wandern, was allerdings einige Probleme aufwarf.

Der Fluss, den es zu queren galt, hatte durch den Regen der vergangenen Woche Hochwasser. Wer sich nicht entscheiden konnte, bis zur Brust durchs Wasser zu waten, suchte sich einen Umweg über die Autostraße. Ein paar Damen, die noch unentschlossen am Ufer standen, erhielten Hilfe von den Soldaten der Fremdenlegion, die dort ihre Kaserne hat.  Sie kamen mit einem Schlauchboot angerudert und setzten die Wanderer über an die andere Flussseite. Mit großem Gelächter, ohne Worte, nur mit „Merci“ konnte es dann trockenen Fußes weiter gehen.

Allabendlich gab es in der Spelunca Film, Vortrag, Korsische Lifemusik, Klassische Musik unter dem Konzertbaum unter freiem Himmel. In der „Bergerie“ traf sich die Gruppe zur gemeinsamen Hüttengaudi mit dem Duo „Max und Inge“, dieses Jahr erweitert durch die Ukulele mit Elmar Hahn. Wieder konnte Direktor Müller kleine Eselabzeichen verteilen für drei-, sechs- und neunmalige Besuche im Feriendorf.

Charlotte Zoller bedankte sich ganz besonders bei Frau Grete Müller, die sich die ganze Woche über als Reiseleiterin für die Gruppe Zoller zur Verfügung stellte.

Die gemeinsamen Tage waren harmonisch, aktiv, erholsam, die Gespräche und die geselligen Abende trugen dazu bei, dass aus Fremden schnell Freunde geworden sind.

All zu schnell verging die Zeit, am Muttertag nach dem Frühstück brachte der Shuttlebus alle zum Flugplatz für den Rückflug und der Fahrer vom Gebhard-Bus wartete bereits, um alle wieder glücklich in Pfullendorf abzuliefern.

Für alle, die im Mai keinen Platz bekamen oder aus zeitlichen Gründen nicht mit-reisen konnten, gibt es eine Wanderwoche vom 23. – 30. September 2012. Das Platzkontingent und die Option wurde noch einmal verlängert, so dass sich weitere Interessenten noch anmelden können. (Tel. 07552/7637).

 

Kosika_Mai2012