Banner Winter

DAV- Bergtour über 13 Gipfel der Nagelfluhkette

Wegen Nächtigungsproblemen auf dem Freschenhaus musste Tourenführer Jürgen Heim für die  Anfang Juli geplante 2-Tagestour über den First zum Hohen Freschen kurzfristig umdisponieren. Als Ersatz wurde die komplette Nagelfluhkette erfolgreich begangen. Ausgangspunkt für die 11 Teilnehmer war bei idealem Tourenwetter der Parkplatz der Hochgratbahn bei Steibis im Allgäu. Auf Wald- und Forstwegen ging es hoch zur Hörmoosalpe, wo Mittagspause gemacht wurde.

Ein steiler Anstieg führt dann auf den Hohen Hädrich, mit 1.565 m der westlichste Eckpfeiler dieser Gebirgskette. Auf ausgesetztem Grat,  bestehend aus dem Gestein, der dieser Gebirgsformation den Namen gab, führte der Pfad in ständigen auf und ab über für weitere 4 Berggipfel  zum Staufner-Haus (1.600 m) unterhalb des Hochgrates. Nach 7-stündigem Marsch, mit insgesamt 1.300 Aufstiegsmetern, löschten die Teilnehmer hier erstmals ihren Durst und bezogen Quartier. Nach dem Abendessen diskutierte man in geselliger Runde diesen und den kommenden Tag, der auch mit 1.500 Höhenmetern wieder sehr anstrengend werden sollte.

Kurz nach 8 Uhr waren die 4 Frauen und 7 Männer abmarschbereit  und es ging zügig aufwärts zum Hochgrat (1.834 m), dem höchsten Punkt dieser Wanderung.  Kurz ein Gipfelfoto und dann wieder  abwärts zur Brunnenauscharte mit langem Anstieg auf das Rindalphorn (1.822 m). Nach steilem und holprigem Abstieg in die Gündlesscharte ging es wieder steil und schweisstreibend bergauf auf den Gündleskopf (1.748 m). In wechselndem Gelände mit weiteren Ab- und Anstiegen führte die Route weiter über den Buralpkopf (1.772 m) zum Sederer Stuiben (1.737 m), wo erstmals ausgiebig das Rucksackvesper genossen wurde. Der benachbarte Stuiben (1.749 m) wurde schnell erreicht.

Der folgende Abstieg und die Weiterführung des Tourenverlaufs wies immer wieder klettersteigähnliche Passagen auf, die eine gewisse Vorsicht und Trittsicherheit erforderten. Mit dem Steineberg (1.660 m) wurde der vorletzte Gipfel dieser Runde erreicht. Hier bot sich den Wanderern eine tolle Sicht ins gesamte Allgäu von Oberstdorf über Sonthofen, Immenstadt bis Kempten.

Eine weitere Stunde holpriger Abstieg war zu meistern, bevor man das Ziel, den Immenstädter Hausberg: den Mittag (1.451 m) erreichte. Nach einer kurzen Rast brachte der altwürdige Sessellift die müden DAV-ler hinunter ins Tal. Für alle Beteiligten war diese Tour ein ganz besonderes Erlebnis, egal ob es sich hier um die „Erstbegehung“  oder um eine Neuauflage dieser berühmten Wanderung handelte.

Nagelfluh2011

Auf dem Gipfel des Hochgrates                                                     Bild: DAV