Banner Herbst

Über den Lichtensteinerweg auf die Schesaplana

Am vergangenen Wochenende unternahmen sieben Bergsteiger der DAV Sektion Pfullendorf eine Zwei-Tages-Tour auf die Schesaplana. Bereits um 5 Uhr fuhren die Teilnehmer los, damit die Bergtour kurz vor 8 Uhr morgens starten konnte. Ausgangspunkt der anspruchsvollen Wanderung war Malbun (1650 m) in Lichtenstein. Der Aufstieg führt zuerst auf den Augstenberg (2365 m) und dann zu Pfälzer Hütte, auf der man sich mit einer Brotzeit stärken konnte, bevor es auf den noch weitere 6 Stunden dauernden Lichtensteinerweg zur Schesaplana ging. Am Brandner Gletscher angekommen konnten alle Teilnehmer die Auswirkungen der globalen Erwärmung sehen und aus spüren, da der Weg durch den voranschreitenden Gletscherrückgang schwieriger und anstrengender geworden ist. Anstatt über eine Schneefläche zu stapfen führte der Weg über blockiges und felsiges Gelände, welches teilweise mühsam überklettert werden muss. Um kurz vor 17 Uhr erreichten alle den Gipfel der Schesaplana, welcher mit 2964 m der höchste Gipfel des Rätikon darstellt. Nach einer kurzen Verschnaufpause begann der Abstieg auf die Mannheimer Hütte (2679 m) auf der das Nachtlager bereits reserviert war. Nach insgesamt 2086 Aufstiegsmetern und 8,5 h Gehzeit waren alle froh auf dem Haus ihre Wanderschuhe vorübergehend ausziehen zu können und sich zu stärken.

Bereits um kurz nach 8 Uhr ging es auf den Rückweg. Dieser führte zuerst über den Leibersteig und den steilen Spusagang zum Nenzinger Himmel. Von dort erfolgte nach einem herzhaften Mittagessen der Aufstieg zum Salarueljoch und von dort zurück nach Malbun. Bei diesem Rückweg wurden wiederum fast 2000 Höhenmeter im Abstieg bewältigt und alle konnten zufrieden die Rückfahrt nach dieser anstrengenden Bergtour antreten.

 

Schesaplana klein

Auf dem Gipfel der Schesaplana

 

Schesaplana1

Blick zur Schesaplana über die Reste des Brandner Gletschers